Ein klareres Sicherheitsbild als Ausgangspunkt
Eine nützliche Sicherheitsprüfung listet nicht nur Schwachstellen auf. Sie zeigt, welche Systeme wichtig sind, wo Schutz fehlt und was Ihr Team als Nächstes tun sollte. Beginnen Sie mit einem klaren Scope und enden Sie mit Verantwortlichkeiten, Prioritäten und Nachweisen.
01 · Scope festlegen
Beginnen Sie mit den Prozessen, die das Geschäft am Laufen halten. Betrachten Sie, wie Ihr Team arbeitet, mit Kunden kommuniziert, Zahlungen abwickelt und auf wichtige Unterlagen zugreift. Identifizieren Sie die Systeme und Dienstleister hinter diesen Prozessen.
Eine Bestandsübersicht sollte Entscheidungen erleichtern. Erfassen Sie das System, seinen geschäftlichen Zweck, wer es verantwortet und wo die Zuständigkeit liegt. Beziehen Sie Cloud-Dienste und von externen IT-Dienstleistern verwaltete Systeme mit ein, damit die Übersicht die tatsächliche Arbeitsweise widerspiegelt.
Vereinbaren Sie, was der Auftrag abdecken soll, bevor Tests oder Änderungen beginnen. Ein Kundenfragebogen, ein bevorstehendes Audit oder Bedenken zu einer bestimmten Umgebung können den Ausgangspunkt festlegen. Anforderungen variieren; klären Sie die Anwendbarkeit, statt anzunehmen, dass jedes Unternehmen dasselbe Programm braucht.
02 · Alltägliche Kontrollen prüfen
Prüfen Sie, wie Zugriffe vergeben, geändert und entzogen werden. Achten Sie besonders auf Administratorkonten, Multi-Faktor-Authentifizierung und Konten, die nach dem Ausscheiden einer Person aktiv bleiben. Klären Sie, wer für die Prüfung dieser Kontrollen verantwortlich ist.
Prüfen Sie den Prozess für Updates und die Behebung von Schwachstellen. Eine Schwachstelle zu finden ist nur der erste Schritt: Jemand muss ihre Bedeutung einschätzen, eine Lösung vereinbaren und die Wirksamkeit der Änderung bestätigen.
Auch Wiederherstellung braucht Nachweise
Prüfen Sie, welche Geschäftsdaten gesichert werden, wie die Sicherungen geschützt sind und ob die Wiederherstellung getestet wurde. Ein vorhandenes Backup und eine nachgewiesene Fähigkeit zur Wiederherstellung eines kritischen Dienstes beantworten unterschiedliche Fragen.
Klären Sie außerdem, wie Mitarbeitende verdächtige Aktivitäten melden und wer im Vorfall entscheidet. Ein kurzer, aktueller Kontaktbaum ist unter Druck nützlicher als ein umfangreiches Dokument, das niemand findet.
03 · Praxisnahe Prioritäten setzen
Eine lange Liste von Befunden kann ein kleines Team überfordern. Verknüpfen Sie jede Lücke mit dem betroffenen Geschäftsprozess, der plausiblen Auswirkung und den bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen. Trennen Sie dringende Behebungen von Verbesserungen, die ein geplantes Projekt erfordern.
Halten Sie für jede Maßnahme Verantwortliche, ein Zieldatum, Abhängigkeiten und die Art der Erfolgskontrolle fest. Vereinbaren Sie, wo Ihr internes Team, Ihr IT-Dienstleister und ein Sicherheitsspezialist zusammenarbeiten müssen.
- Beschreiben Sie das Problem so, dass die verantwortliche Person handeln kann.
- Erklären Sie die geplante Änderung und ihre Auswirkung auf das Geschäft.
- Definieren Sie die Nachweise, die zum Abschluss des Befunds nötig sind.
04 · Nützliche Nachweise führen
Führen Sie ein Protokoll über Scope, Befunde, Entscheidungen und umgesetzte Änderungen. Nützliche Nachweise können Konfigurationsprotokolle, Ergebnisse von Wiederherstellungstests, Zugriffsprüfungen und ein Behebungsregister umfassen. Halten Sie es geordnet und angemessen zum Aufwand.
Eine Sicherheitsgrundlage ist ein Ausgangspunkt. Überprüfen Sie sie nach wesentlichen Änderungen an Systemen, Dienstleistern oder Geschäftsanforderungen erneut und vereinbaren Sie einen Prüfrhythmus, den Ihr Team einhalten kann.
Das Ziel ist ein klareres Sicherheitsbild: eine Werte- und Kontrollübersicht, ein Risikoregister und eine priorisierte Roadmap. Das sind die zentralen Ergebnisse der Attackless-Sicherheitsgrundlage-Prüfung.
Prüfen Sie, ob Sie qualifiziert sind.
Entdecken Sie unsere Sicherheitsgrundlage-Prüfung und die weiteren Angebote von Attackless, oder lesen Sie wie wir arbeiten. Beginnen Sie mit dem Geschäftsrisiko oder der Frist, die Sie angehen müssen.
Weiterführende Informationen: BSI-Empfehlungen für KMU und ENISAs Cybersicherheits-Leitfaden für KMU.